Wenn die Eltern alt werden - the header image

Die Kümmergeneration

Von der Gesellschaft moralisch bewertet, von der Politik alleine gelassen, versucht eine ganze Generation ein Problem zu schultern, was es in dieser Schärfe bisher noch nicht gegeben hat.

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10 Gebote im Umgang mit unseren Eltern

10 Gebote im Umgang mit unseren Eltern

Gehören Sie auch zu den „Kümmer-Kindern“ die sich um Ihre alten Eltern sorgen und zwischen Pflicht, Liebe, Handlungsdruck und Ohnmacht schwanken? Wer die folgenden 10 Gebote beherzigt, für den wird die Belastung kleiner. Wie das gelingen kann, erfahren Sie in den folgenden Blogbeiträgen.

  1. Gebot Übe dich in Geduld
  2. Gebot Du bist nicht für alles verantwortlich
  3. Gebot „Ich will – statt ich muss“
  4. Gebot Ändere dich und nicht deine Eltern
  5. Gebot Freunde dich mit deiner Ohnmacht an
  6. Gebot Nein sagen ist erlaubt
  7. Gebot Steh zu deinen Grenzen
  8. Gebot Mitfühlen- statt mitleiden
  9. Gebot Finger weg vom Rollentausch
  10. Gebot Sorge auch für dich

Gebot Nr. 1 Übe dich in Geduld

Untersuchungen des britischen Psychologen Richard Wiseman haben gezeigt, dass die Menschen im Zeitraum von zehn Jahren ihre Schrittgeschwindigkeit um 10 Prozent erhöht haben. Dabei bewegen sich Großstädter schneller fort als Dorfbewohner. Das schnellere Gehen ist Spiegel des inneren Drucks, unter dem Menschen stehen, und zeigt eine Erhöhung des Stresslevels.

Der Besuch bei unseren Eltern ist, als ob uns jemand aus dem Laufschritt unvermutet zum Stehen bringt.

Das Tempo unserer Eltern, sowieso schon weit entfernt von unserem, erscheint uns durch unser erhöhtes Lebenstempo extrem langsam. So kann der Besuch im Elternhaus oder im Seniorenheim für Kinder dem Eintauchen in eine fremde unbekannte Welt gleichen, das Langsame kann regelrecht schocken.

Sieben Tipps zur Tempoangleichung

  1. Gehen Sie bewusst langsam auf Ihr Elternhaus zu.
  2. Bleiben Sie noch wenigstens eine Minute im Auto sitzen oder vor Ihrem Elternhaus stehen, bevor Sie reingehen.
  3. Atmen Sie dabei mindestens fünfmal ganz tief durch.
  4. Stimmern Sie sich auf die langsame Welt wie mit einem Mantra ein: „Jetzt wird es ganz langsam, ich passe mein Tempo an.“
  5. Verlangsamen Sie Ihr Sprechtempo, indem Sie zum Beispiel ganz, ganz langsam die Zahlen 21, 22, 23 denken oder sprechen.
  6. Üben Sie sich in Geduld, denn der alte Mensch braucht eben manchmal fünf Tage, um die Entscheidung treffen zu können, ob er zum Frisör gehen will.
  7. Ändern Sie Ihre Haltung und betrachten Sie den Besuch im Elternhaus als Chance zur Entschleunigung, die auch Ihnen guttun wird.

Wir können uns dem Tempo unserer Eltern anpassen, unsere Eltern können bei unserem Tempo nicht mithalten

Lesen Sie im nächsten Blogbeitrag über das 2. Gebot „Du bist nicht für alles verantwortlich“

 

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